EBIKESCHLOSS

PASSIV - AKTIV  &  SICHTBAR - UNSICHTBAR

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HAST DU DEN BESTEN DIEBSTAHLSCHUTZ FÜR DEIN eBIKE?

ABER WAS IST RICHTIG FÜR DICH, GUT GEEIGNET UND BIETET EINEN AUSREICHEND SCHUTZ?

Welches Schloss / Diebstahlsystem bietet denn nun den höchsten Schutz für mein eBike?

Diese Frage ist definitiv nicht ganz so einfach zu beantworten wie es ein Verkäufer in einem Bike-Store argumentativ und verkäuferisch geschult tun würde.

Aber warum das so ist kannst Du hier in 5 - 8 min Lesezeit recht verständlich und transparent erfahren und am Ende auch deine richtigen Schlüsse daraus ziehen.

Stell dir vor Du lebst in einer belebten Stadt, dein eBIKE ist nachts nur bedingt geschützt abgestellt.

Dann wird selbst ein Rahmenschloss für 200 € nicht ausreichen, denn der Dieb trägt das Bike samt Schloss fort und macht sich in aller Ruhe an die Arbeit. Ist es zusätzlich mit einem GPS ausgestattet, verhindert dieses GPS-Tracking-System den Diebstahl auch nicht, aber die Wahrscheinlichkeit das Fahrrad zurück zu erhalten erhöht sich.

Ein hochwertiges Falt- oder Bügelschloss (das z. B. am Fahrradständer befestigt ist) wäre da sicherlich besser und ausreichend geeignet. Es ist aber auch ziemlich nervig wenn Du am belebten Tag zum Kurzshopping-Trip beim Bäcker, der Post, der Bank, dem Kiosk oder dem Kinder abholen an der KiTa / Schule ständig mit diesen komplexen Schwerschlössern beschäftigt bist und hantieren musst.

Wir wollen mit dir den individuellen Bedarf und die erhältlichen Diebstahlschutzsysteme übereinanderlegen. Am Ende wirst Du erkennen, dass es nicht dieses eine ausreichende System gibt, sondern es der Mix aus mehreren ausmacht.

Zuerst räumen wir aber mal mit der immer wieder auftauchenden Faustregel auf, dass man für gute und angemessene eBIKE-Schlösser (oder gar von Versicherungen geforderte) 10-20% des Anschaffungspreise für den Diebstahlschutz investieren sollte. Für eBIKEs im mittleren Preissegment bei ca. 3.000 - 4.000 € auch noch 300 - 800 € für das Schutzsysteme auszugeben, kann nur im grossen Interesse der Zubehörindustrie und des Einzelhandels zu finden sein.

Versicherungen verlangen zertifizierte Schlösser, die aber auch schon deutlich unter 100 € liegen.

Grundsätzlich kann man natürlich nicht genug in Sicherheit investieren, in Bezug auf ein handelsübliches, mittleres eBIKE finden wir 100 - 250 € (max. 400 € für Hochwertschutz mit z. B. GPS) als völlig ausreichend.

Aber was bietet nun die Angebotspalette der Diebstahlschutzsysteme?

Zu unterscheiden sind aktive und passive, mechanische und elektronische Schutzsysteme. Die einen verhindern oder hemmen den Diebstahl, andere helfen bei der Wiederbeschaffung. Die neusten Systeme überwachen das Bike, melden Bewegungen oder Zugriffsversuche in Echtzeit auf das Smartphone und lassen z. B. die elektronische Antriebseinheit sperren oder Nachrichten ertönen. Je mehr automatisierte Steuer- und Einflussmöglichkeiten man hat, umso smarter wird das eBIKE.

Start-Ups designen seit einiger Zeit futuristische Bikes und nennen sie SmartBikes, die auch schon zahlreich die Innenstädte erobert haben.

Viele dieser smarten Technologien lassen sich durch Zubehör aber auch auf eBIKEs übertragen und nachrüsten.

In der unten folgenden Vorstellung / Vergleich der einzelnen Systeme gehen wir näher auf die Besonderheiten ein.

Welche dieser Schutzsysteme nun deinen Bedarf an Technik und deinen Sicherheitsanspruch bedienen, solltest Du aber auch an deinem grundsätzlichen Gefährdungspotential (Diebstahl) ausrichten.

Welche Aktivitäten, Rahmenbedingungen und Umstände nehmen Einfluss auf die Wahl des individuellen Diebstahlschutzes für dein eBIKE?

Fahrräder werden gestohlen wenn sie abgestellt und unbeaufsichtigt sind!

Um ein Diebstahlrisiko zu erkennen stellen sich also die Fragen wann, wo, wie lange wird das Bike abgestellt. Ist der Platz belebt, bewacht, verborgen usw..

Ländliche Region vs Sammelparkplatz am Hauptbahnhof - Fahrradkeller vs Fahrradständer vorm Haus?

Fahrraddiebe lauern nicht überall - aber Gelegenheit macht Fahrraddiebe!

Die Häufigkeit des Risikos erhöht die Wahrscheinlichkeit.

Folgende Tabelle dient als beispielhafte Orientierungshilfe, deren Erkenntnisse wir später in die Wahl des Systems einfliessen lassen können.

Welche Gefahr besteht wenn ich mein eBik

Wenn man also der eher freizeitorientierte Biker ist, über Radwege cruist, in beobachteten Biergärten einkehrt und das eBIKE nachts im Fahrradkeller aufbewahrt, dann nennen wir ihn den TYP GRÜN

Dem Businessbiker der damit zum Arbeitsplatz pendelt und den ein oder anderen Einkauf tätigt oder auch mal Freunde damit besucht, nennen wir TYP GELB

Den Citybiker, der sein eBike statt dem Auto oder den ÖVN zu allen Anlässen und Möglichkeiten nutzt. Vielleicht sogar seinen Kneipenbummel damit plant, kategorieren wir als TYP ROT

Natürlich ist das alles fliessend und von mehreren Faktoren abhängig. Es soll es nur etwas besser  veranschaulichen und verständlicher machen.

Wer ist es eigentlich der Fahrräder klaut?

Vor welcher Art "Dieben" müssen wir unsere eBIKEs schützen?

Man sollte ihnen zwar nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken, aber immerhin sind sie in den vergangenen Jahren in Deutschland für ca. 300.000 "gemeldete Diebstähle" verantwortlich. Tendenz steigend!

Der Gelegenheitsdieb - wie es der Name schon sagt, nutzt er die Unaufmerksam- und Nachlässigkeit des Eigentümers. Er überwindet keinen oder nur bedingten Diebstahlschutz. Er führt kein (grosses) Werkzeug mit, kann ein Bike aber verstecken oder wegtransportieren. Er geht nur ein geringes bis mittleres Risiko ein, hat in der Diebstahlstatistik aber einen sehr grossen bis den grössten Anteil. Inkognito ertappt wird er das Weite suchen. Gelingt ihm der Diebstahl, möchte er das Bike mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst nutzen oder in sein unmittelbares Netzwerk abgeben. Zu oft sind es jedoch die Bikes, die man z. B. in Flüssen oder beschädigt im Gebüsch wiederfindet. Eine Wiederbeschaffung dieses Diebesgut ist dennoch am höchsten.

Der Kleinkriminelle - nimmt alles was nicht "Niet und Nagelfest" ist und versucht es zu Geld zu machen. Er lernt Bike-Hotspots oder Abstellorte kennen und entwickelt Methoden Sicherheitssysteme auszuschalten und z. B. Schlösser in Sekundenschnelle zu knacken. Geht er auf Raubzug, führt er das passende Werkzeug - für oftmals zuvor erkundetes Diebesgutes oder Hotspots - mit. Hat er das Bike zu einer "sicheren Stelle" verbracht, ist er durchaus in der Lage weitere Schutzsysteme (stiller Alarm, GPS) auszuschalten. Das Diebesgut wird häufig eingelagert und den organisierten Banden angeboten. Er ist sich seiner Sache recht sicher, ist "abgewichst" und geht ein mittleres bis hohes Risiko ein. Wird er inkognito ertappt, liegt zwar eine gewisse Gewaltbereitschaft vor, die aber wahrscheinlich vom Fluchtverhalten übertroffen wird. Wird ein solcher Lagerort durch die Ermittlungsbehörden entdeckt, ist auch die Wiederbeschaffung möglich.

Die organisierte Kriminalität - Diebstahl auf Bestellung, denn der Abnehmer steht vorher schon fest und nicht selten werden auch gezielt spezielle Ausstattungsmerkmale oder Premium-Marken geklaut.

TIPP-Geber und Informanten halten ähnlich wie Kleinkriminelle "Ausschau" und berichten oder verkaufen zuvor gestohlene Bikes an diese Strukturen. Ist es erst einmal dort angekommen, wird es entweder "entkernt" oder direkt in`s Ausland verbracht. Werden diese Banden selbst aktiv, räumen sie bei der passenden Gelegenheit und mithilfe des richtigen Werkzeuges ganze Fahrradparkplätze ab und lassen sie über Logistiknetzwerke sofort verschwinden. Sie gehen bis zum höchsten Risiko. Werden sie ertappt scheuen sie keine Gewalt. In der Statistik ein eher geringerer Anteil. Betrifft es dein Bike ist es aber vermutlich auf nimmer Wiedersehen verloren.

Eines haben aber alle Diebe gemeinsam:

Sie wollen Erfolg, scheuen die öffentliche Aufmerksamkeit, wollen unerkannt und unertappt bleiben.

Ist das eBIKE aber erst einmal weg, wird es schwierig es unbeschadet (auch mit z. B. GPS) zurück zu erhalten.

Um genau dies zu verhindern, muss man Dieben also den Spass und die Aussicht auf den Erfolg nehmen, sowie versuchen die Öffentlichkeit an ihrem Vorhaben teilhaben zu lassen.

 

Das schafft man am ehesten durch einen Mix bzw. eine Kombination der Diebstahl-Schutz-Systeme!

Welches sind die gängigen Diebstahl-Schutz-Systeme für eBIKEs?

Grob und vereinfacht lassen sich die Systeme in acht Kategorien einordnen. Nach der vorstellenden Erläuterung findest Du ein zusammenfassenden Datenblatt zu diesen Kategorien mit unserer "must have"-Empfehlung.

1. die Registrierung - passiver Schutz

Bikes erhalten über eine einmalige Nummer - aufgeklebt, graviert oder z. B. die Rahmennummer - eine Eigentümerregistrierung, die die Wiederbeschaffung ermöglicht.

2. die Motorsperre - passiver Schutz

Bei den meisten SmartBikes serienmässig, bei z. B. eBIKEs mit BOSCH-Motor (KIOX, NYON) optional erhältlich. Der Motor wird gesperrt und kann nur mit einem Code, Smartphone oder Bordcomputer (Display) elektronisch entsperrt werden.

3. das Rahmenschloss - aktiver Schutz

Von einfach bis highend, bietet das Rahmenschloss in seiner Basis zunächst nur eine Rollblockade, in dem am Rahmen des hinteren Radbaus ein Schlüssel-Ringschloss montiert, das Hinterrad zwischen den Speichen umfasst und somit blockiert. In unterschiedlichen Ausbaustufen mit Bluetooth, GPS, Alarm und Smartphone-Schlüssel wird es ein echtes eBike-Smartschloss.

Mit einem kleinen Zusatzschloss (folgt unten) kombiniert, wird ein Rahmenschloss von Diebstahl hemmend in einen echten Diebstahlschutz aufsteigen.

4. der eBikeAlarm - passiver Schutz (still) oder aktiver Schutz (schrill)

Insbesondere SmartBikes verfügen über einen stillen Alarm, der über Bewegungssensorik ausgelöst und mittels Mobilfunk den Eigentümer warnt und z. B. die o. g. elektronische Motorsperre aktiviert. Ähnliche Systeme lassen sich auch in eBIKEs versteckt nachrüsten und sind dann oft auch mit einer Art "GPS"-Überwachung gekoppelt.

Der schrille Alarm setzt hingegen auf die "Schaffung von Aufmerksamkeit" indem er durch die Bewegungssensorik ausgelöst mit bis zu 125dB losschreit. Verbaut im fest montierten Rahmenschloss oder als mobile Varianten "Bremsscheibenschloss" oder "Bremshebelschloss"

5. das Kleinschloss / Zusatzschloss - aktiver Schutz

Hierzu zählen z. B. die beiden oben genannten "Bremsschlösser" die in erster Linie das Wegschieben verhindern, aber durch Zusatzapplikationen wertvolle und relativ kostengünstige Bausteine in einem Diebstahlschutzsystem sein können.

Ein solches Zusatzschloss kann aber auch ein altbekanntes "Zahlen-Kabelschloss" sein, womit man z. B. zwei Bikes miteinander anketten kann. Hierzu lässt sich sicherlich auch ein kleines Stahlseil für das Rahmenschloss zählen, mittels man das Bike z. B. an einem Fahrständer schliessen kann.

6. das GPS-Tracking - passiver Schutz

Damit nimmt absolutes HighTech Einzug in die Welt der Fahrräder, bietet aber dennoch auch "nur" einen passiven Schutz und zielt auf die Wiederbeschaffung verlorener oder gestohlener eBIKEs hin.

Es streiten sich die Geister, ob man Langfinger durch einen Warn-Sticker auf das integrierte GPS hinweisen und somit vom Diebstahl abbringen sollte bzw. kann?!?!

7. der Warnhinweis (Aufkleber) - von passiv zu aktivem Schutz

Ist ein eBIKE registriert, verfügt es über eine elektrische Motorsperre, einen stillen Alarm oder GPS-Tracking ist es "passiv" recht gut geschützt und dem Gelegenheitsdieb kann man damit den Spass und Erfolg verderben. Aber würde der Dieb auch "zuschlagen" wenn er das wüsste?

Kleine Warnhinweise schalten passiven Diebstahlschutz auf aktiv.

8. die folgenden versicherungsrelevanten Schlösser bilden zwar eine Hauptkategorie, ihre Vielfalt macht aber auch eine leichte Differenzierung in Unterkategorien (8.1. - 8.4.) notwendig. Diese Schlösser werden u. a. mit entsprechender Zertifizierung von eBike-Versicherungen gefordert (entsprechende Schutzklasse ist in den AGB's zu entnehmen - ab Secure-Level 10 (ca. 60 - 80€) liegt man bereits recht gut).

TIPP - eines dieser Schlösser sollte die Basis eines Diebstahl-Schutz-Systems deines eBIKEs bilden.

8.1. das Kettengliederschloss - sehr flexibel, gross, sehr schwer und sicher - 3,5 von 5 Sternen

Stählerne und teilweise gehärtete Ketten unterschiedlicher Länge und Stärke bilden das Grundkonzept. Sie werden von Textilien oder Kunststoff ummantelt um den Rahmen oder die Kleidung zu schonen. Die Endglieder werden durch Vorhängezylinderschlösser um Bike und Gegenstände gelegt und verschlossen.

Diese Kettenschlösser sind sehr flexibel und sicher, aber je hochwertiger umso schwerer und dann kommen in der Spitze 4 Kg Zusatzlast auf Fahrer:in und Bike hinzu.

Argument: Flexibilität - 4,5/5, Sicherheit - 4/5

 

8.2. das Bügelschloss - starr, gross, schwer und sehr sicher - 4 von 5 Sternen

Bügel aus gehärtetem Stahl in U-Form, teilweise aus Bi-Metall um den unterschiedlichsten Gewalt- und Einflussfaktoren zu trotzen. Eine massive Grundplatte verschliesst das offene "U" und sichert es mit einem hochwertigen Sicherheitszylinderschloss. Das ist die einfache Rezeptur zu einem der sichersten Schlösser auf dem Markt. Ein Start-Up experimentiert daran, in das Schloss ein Pfefferspray zu integrieren, dass sich im Falle eines Aufbrechens freisetzt. Dennoch sind sie in den meisten Augen zu unästhetisch für moderne Lifestyle-Bikes. Ausserdem ist die starre Form ein nicht zu unterschätzendes Manko, da sie an z. B. Laternenpfählen durchaus Probleme bereiten kann.

Argument: Sicherheit - 5/5

8.3. das Faltschloss - flexibel, klein, schwer und sicher - 4 von 5 Sternen

Es sieht aus wie ein Metermass (Zollstock) aus gummiüberzogenem Stahl. Es kombiniert die Flexibilität des Ketten- mit der Sicherheit des Bügelschlosses. Und nicht nur weil man die länglich, starren Metallglieder aus gehärtetem Stahl sehr einfach und kompakt zusammenfalten und gut am Fahrradrahmen verstauen kann, haben sie derzeit vermutlich den grössten Marktanteil. Trotz der sehr flexiblen Handhabung machen sie es Dieben nicht leicht und geben dem Eigentümer einen recht hohen Sicherheitsindikator.

Argument: Flexibel - 4/5, Sicherheit - 4/5

8.4. das Textilschloss - sehr flexibel, sehr leicht und relativ sicher - 3,5 von 5 Sternen

Sie sind die Zukunft und haben bereits jetzt schon sehr hohe Standards erreicht. Unterschiedliche reiss-, zug- und feuerfeste Textilien umschliessen Metallseile und lassen einen sehr flexiblen und leichten Textilverbund entstehen, der den meisten Werkzeugen von Gelegenheitsdieben und Kleinkriminellen standhalten wird. Der Verschluss bildet bei einigen Modellen eine kleine Schwachstelle die sich aber durch ein kleines Bügel- oder hochwertiges Vorhängeschloss mit Sicherheitszylinder ausgleichen lässt.

Argument: Gewicht - 5/5, Flexibel - 5/5

Zusammenfassung und Fazit mit "must have"-Empfehlung!

Natürlich ist eine solche Zusammenfassung immer auch ein stückweit subjektiv und ein eMountainbiker (eMTB) würde sich vermutlich über z. B. ein Rahmenschloss oder GPS amüsieren.

 

Aber wenn wir uns nochmals die BIKER-Typen GRÜN, GELB, ROT und die DIEB-Typen Gelegenheitsdieb, Kleinkrimineller etc. in Erinnerung rufen, dabei an Tag oder Nacht, Stadt oder Land denken, stellen wir fest das alles recht fliessend und ineinander übergehend ist. Und genau so sollte unserer Meinung nach auch die Kombination der Diebstahlschutzsysteme sein und dabei im finanziellen Rahmen von 100 - 250 € (max. 400 € für Hochwertschutz mit z. B. GPS) bleiben.

Welche Diebstahlschutzvorkehrungen eBikes

Wir war das nochmal mit den Dieben?

Ohne Aufsehen und schnell zum Erfolg, dabei unerkannt und unertappt bleiben.

In unserem "must have"-Einkaufskorb liegen deshalb folgende Artikel:

 

1. Faltschloss oder alternativ ein (u. U. deutlich teureres) Textilschloss (ca. 60 - 80 €)

Dieses Hauptschloss dient neben dem grundsätzlich grössten Diebstahlschutz - insbesondere der Orange- / Rotbereiche - auch dem Nachweis für die Bike-Versicherung.

Bei längerem Stop lässt sich das Bike an Fahrradständern, Laternen oder anderen Bikes festmachen.

Das Faltschloss lässt sich ästhetisch und praktisch am Rahmen befestigen, jedoch ist die Nutzung beim Kurzhalt etwas nervig. Deshalb und um die grundsätzliche Sicherheit zu erhöhen, wird dieses Hauptschloss durch ein Rahmenschloss ergänzt.

Empfehlung: ABUS (Secure-Level >10)

2. Rahmenschloss, ggf. mit Zusatzfunktionen (ab 30 € / mit Zusatzfunktionen 150 - 200 €)

Rahmenschlösser haben zwar grundsätzlich und in ihrer Standardausführung eine nur diebstahlhemmende Funktion, welche über Tag vor dem Bäcker, auf dem Firmengelände oder im Fahrradkeller auszureichen scheint (Grün- / Gelbbereiche). Die Funktion erfolgt über Bügel und Schloss, kann mit Drahtseil zur Befestigung erweitert werden. Damit ersetzt es nie das Hauptschloss, bietet aber eine im Handling recht komfortable Ergänzung.

Wer etwas SmartBike-Luxus und eine Erhöhung des Sicherheitslevels wünscht, kann beim Highend-Rahmenschloss "I LOCK IT" einen elektronischen Smartphoneschlüssel (Öffnen und Schliessen via Bluetooth bei Annäherung oder Entfernung), einen schrillen Alarm und GPS-Tracking integrieren. Bei unserer Wahl dieses Systems konnte wir andere wie z. B. Zusatzschloss oder Alarm in der "must have"-Liste abwerten.

Empfehlung: elektronisches Rahmenschloss mit Alarm

3. Motorsperre (bei BOSCH KIOX & NYON einmalig 10 €)

 

Grundsätzlich hat dieser ebikeLOCK keinen schützenden Einfluss auf eine Diebstahlsabsicht. Aber 1. ist es etwas eine wenig Genugtuung zu wissen, dass der Dieb weniger Freude hat und 2. kann diese Funktion durch das akustische Signal der Sperre und einen warnhinweisenden Aufkleber abschreckend wirken.

Empfehlung: freischalten und nutzen, wenn es vom Hersteller angeboten wird

4. Warnhinweise / Aufkleber (0 - 5 €)

Hast Du ein verborgenes Schutzsystem, dann mache auch darauf aufmerksam. Es geht in erster Linie darum einen Diebstahl zu verhindern, nicht ein gestohlenes Bike wieder zu finden.

Wenn der Gelegenheitsdieb erkennt das das eBIKE GPS-getrackt oder der Motor gesperrt ist, greift er bestenfalls nicht zu oder entscheidet sich für ein anderes Bike. Macht die Sache nicht besser, aber der Schaden ist nicht bei dir.

WICHTIG: Solch ein Aufkleber hat aber auch eine positive Wirkung auf die Biker-Community. Beim Gerangel am Fahrradständer kann unbeabsichtigt der schrille Bewegungsalarm ausgelöst werden. Um Bikes mit Warnhinweis kann man einen Bogen machen.

Empfehlung: wenn verborgenes Schutzsystem vorhanden, dann Wirkung durch Hinweis erhöhen

5. Registrierung des eBIKEs (0 - 20 €)

Ist das eBIKE gestohlen oder verloren, kann eine Wiederbeschaffung durch die Registrierung ermöglicht oder beschleunigt werden.

Nebeneffekt einer Online-Registrierung ist auch der Eigentumsnachweis durch Detaildokumentation und Nummerierung/Codierung sowie ein Zustandsbericht für die Versicherung.

Auch hier gilt es einen Hinweis am Rahmen ersichtlich zu machen um eine abschreckende Wirkung zu erzielen, denn registrierte eMotoren, Rahmen und Bordcomputer lassen sich von Dieben und Hehlern nicht so gut und erfolgreich verkaufen.

Empfehlung: alternativlos und ein muss

Leider werden Diebstähle nicht wirklich zu verhindern sein und es ist ebenso wenig vorherzusehen ob, wo und wann sich ein Dieb unser eigenes eBIKE in`s Auge fasst. Ist dieser Moment gekommen, darf es ihm aber definitiv nicht leicht fallen das eBIKE zu klauen.

Wir sind davon überzeugt, dass oben empfohlener Mix in allen Alltagssituationen einen sehr hohen, aktiven und passiven Schutz-Level für dein eBIKE erreicht.

Und dabei liegen wir weit unter den 10 - 20% des Anschaffungspreises (3.000 - 4.000 € / 300 - 800 €) wie uns viele Verkäufer Glauben schenken wollen.

Welche Gefahr besteht wenn ich mein eBik